12.07.2024
Zweites Jahressteuergesetz 2024

12.07.2024
Diebstahl, Verderb oder Schwund von Waren

12.07.2024
Reitlehrerin ohne eigene Pferde ist scheinselbständig

05.07.2024
Steuerbescheid: Korrektur nach Außenprüfung

05.07.2024
Sozialpädagoge: Eingliederungshilfe ist keine selbständige Tätigkeit

05.07.2024
Nicht ausgezahlte Tantiemen: Zufluss

05.07.2024
Firmenwagen: Finanzierungsvarianten

28.06.2024
Bereitschaftsdienst: Steuerfreie Zuschläge

28.06.2024
Vorsteuerabzug aus Verpflegungskosten

28.06.2024
Grundsteuer: Empfohlene Höchstgrenzen für Hebesätze (NRW)

28.06.2024
Termingeschäfte: Beschränkung der Verlustverrechnung ist verfassungswidrig

28.06.2024
Steuertermine Juli 2024

Überlassung von E-Bikes an Arbeitnehmer

Überlässt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer ein betriebliches Fahrrad zur privaten Nutzung, wendet er ihm einen geldwerten Vorteil zu. Dieser geldwerte Vorteil ist wie folgt zu erfassen:

  • Die kostenlose Überlassung eines betrieblichen Fahrrads, das kein Kraftfahrzeug ist, ist steuerfrei, wenn der Arbeitgeber dieses zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt.
  • Erfolgt die Überlassung nicht zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn und wird das betriebliche Fahrrad erstmals nach dem 31.12.2018 und vor dem 1.1.2031 zur privaten Nutzung überlassen, wird der monatliche Durchschnittswert der privaten Nutzung für die Kalenderjahre ab 1.1.2020 mit 1% des auf volle 100 € abgerundeten Viertels des Listenpreises angesetzt.

Listenpreis ist hier die Preisempfehlung des Herstellers, Importeurs oder Großhändlers im Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Fahrrads, einschließlich der Umsatzsteuer. Handelt es sich um ein gebrauchtes Fahrrad, kommt es nicht auf den Zeitpunkt an, zu dem der Arbeitgeber dieses Fahrrad angeschafft, hergestellt oder geleast hat. Mit dem pauschalen 1%-Wert sind alle Privatfahrten, Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte sowie Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung erfasst.

  • Die Freigrenze von 50 € (vor dem 1.1.2022: 44 €) für Sachbezüge ist nicht anzuwenden.
  • Ist der Arbeitgeber eine Fahrradverleihfirma, kann bei der Ermittlung des geldwerten Vorteils der Rabattfreibetrag in Höhe von 1.080 € berücksichtigt werden, wenn die Lohnsteuer nicht pauschal erhoben wird (§ 40 EStG).
  • Die vorstehenden Regelungen gelten auch für Elektrofahrräder, wenn sie verkehrsrechtlich als Fahrräder einzuordnen sind (wenn also keine Kennzeichen- und Versicherungspflicht besteht). Ist das Elektrorad als Kfz einzustufen, weil der Motor auch Geschwindigkeiten über 25 km/h unterstützt, gelten dieselben Regelungen, die auch für andere Kfz gelten.

Bron: Verwaltungserlasse | Veröffentlichung | Gleichlautende Erlasse des BMF und der obersten Finanzbehörden der Länder | 09.01.2020

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